Freiwilligenarbeit
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Freiwillige leisten einen Beitrag zur Gesellschaft, indem sie die gemeinsamen Werte der Solidarität, des sozialen Zusammenhalts und der aktiven Bürgerbeteiligung in die Praxis umsetzen. Aber, was ist eigentlich Freiwilligenarbeit? Das BFS geht vom Konzept der unbezahlten Arbeit aus. In der sozialwissenschaftlichen Literatur wird diese definiert als die Gesamtheit der Aktivitäten, welche Güter oder Dienstleistungen produzieren, die jedoch ausserhalb vom Markt stattfinden. Diese Arbeiten werden also nicht bezahlt, könnten aber im Prinzip durch eine Dritt-Person gegen Entlöhnung ausgeführt werden. Den grössten Teil der unbezahlten Arbeit macht die Haus- und Familienarbeit aus. Bei den unbezahlten Arbeiten ausserhalb des Haushaltes unterscheiden wir zwischen Freiwilligenarbeit für Institutionen, Vereine oder Organisationen, welche nicht mit blosser Mitgliedschaft in einem Verein zu verwechseln ist, und informeller Freiwilligenarbeit, welche unbezahlte Tätigkeiten wie fremde Kinder hüten, Nachbarschaftshilfe, Transportdienste und ähnliche Hilfeleistungen für andere Haushalte umfasst. Im Jahr 2000 führte jede vierte Person ab 15 Jahren mindestens eine ehrenamtliche oder freiwillige Tätigkeit aus. Das entspricht rund 1,5 Millionen Menschen. Männer engagieren sich etwas stärker in diesem Bereich als Frauen. Letztere investieren dagegen mehr im Bereich der informellen Freiwilligenarbeit. 23% der Bevölkerung leisten solche unbezahlte Dienste an Dritte. Vor allem die 40- bis 54-Jährigen, die gut Gebildeten, Personen, die in Paarhaushalten mit Kindern leben, sowie berufstätige und Hausfrauen leisten institutionalisierte Freiwilligenarbeit. Es engagieren sich also nicht in erster Linie diejenigen Bevölkerungsgruppen, die über relativ viel freie Zeit verfügen, sondern im Gegenteil vor allem Personen, die aufgrund ihres Alters, ihrer Bildung oder ihrer Familien- und Erwerbssituation gute Qualifikationen mitbringen und gesellschaftlich integriert sind. Die informelle Freiwilligenarbeit wird hingegen vor allem von jüngeren Rentnern/innen (bis 74 Jahre), Haus- und Familienfrauen sowie Personen mit Kindern allgemein geleistet. Das Bildungsniveau scheint keinen eindeutigen Einfluss auf die Beteiligungsquoten in diesem Bereich zu haben. Berufstätige, Arbeitsuchende und Personen in Ausbildung sowie die ausländische Bevölkerung weisen eine deutlich tiefere Beteiligung auf. Betrachtet man nur die freiwillig Tätigen, wenden diese durchschnittlich 14 Stunden pro Monat für institutionalisierte und 18 Stunden für informelle Freiwilligenarbeit auf. Im Durchschnitt der gesamten Wohnbevölkerung ab 15 Jahren sind dies rund 3 Stunden monatlich für unbezahlte Arbeit in Vereinen oder Organisationen und rund 4 Stunden monatlich für Nachbarschaftshilfe und andere Hilfeleistungen aus persönlicher Initiative. Rechnet man den durchschnittlichen Zeitaufwand für Freiwilligenarbeit pro Monat hoch auf die Gesamtbevölkerung pro Jahr, so ergibt dies ein geschätztes Gesamtvolumen von 741 Millionen Stunden pro Jahr. Zum Vergleich dazu: Im Gesundheits- und Sozialwesen wurden im Jahr 2000 gesamthaft in der Schweiz 587 Millionen bezahlte Arbeitsstunden geleistet. Für 1997 wurde eine monetäre Bewertung der unbezahlten Arbeit vorgenommen. Würden alle für die Freiwilligenarbeit geleisteten Arbeitsstunden entlohnt, entspräche dies einem Geldwert von 19,4 Milliarden Franken im entsprechenden Jahr. Nach einem erfüllten Berufsleben, bei der Pensionierung, stellt sich immer wieder die Frage einer sinnstiftenden und aufwertenden Rolle und Aufgabe. Häufig wird diese aktive Lebensphase mit Hobbys oder sozialen Engagements gestaltet. Freiwilligenarbeit im Kirchfeld Das Kirchfeld bietet ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten für Freiwillige. Sie sind sehr gefragt, denn jede Abwechslung im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner ist willkommen. Betreuung Wer einen betagten Menschen betreuen und begleiten möchte, der teilt seine Sorgen, sein Leid und seine Freuden. Dadurch entsteht eine Beziehung, die gepflegt und gestaltet werden kann. Im Alltag gemeinsam jassen, plaudern, Kaffee trinken, einkaufen und gemeinsam interne und externe Anlässe besuchen. Donnschtigs Plausch Die „Wandergruppe“ begleitet jeden Donnerstagnachmittag Bewohnerinnen und Bewohner, die in der Mobilität eingeschränkt sind, zu Spaziergängen rund ums Kirchfeld. Fahrdienst Die freiwilligen Fahrer begleiten die Bewohnerinnen und Bewohner zu Arzt-, Zahnarzt- und Spi-talterminen, entweder in ihrem eigenen Fahrzeug oder mit dem rollstuhlfähigen Auto des Kirch-felds. Die Fahrer werden frühzeitig angefragt und über die Fahrt informiert. Die Fahrspesen werden vergütet. Auskunft gibt die Administration Kirchfeld, Tel. 041 349 41 41 Begleitgruppe für schwerkranke und sterbende Menschen Die Begleitgruppe sieht ihre Arbeit in der Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden und in der Entlastung von Angehörigen und Pflegeteams. Sie halten Sitznachtwachen, entlasten aber auch Angehörige stundenweise am Tag. Sie sind für diese Aufgabe ausgebildet und besuchen regelmässig Weiterbildungen. Die Einsätze leisten sie als Freiwillige, ehrenamtlich und unentgeltlich. Auskunft gibt Frau Beatrice Garbani, Tel. 041 342 07 15 | |



